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2. Preis Gesundheitszentrum Bachwiesen, ZH

"Das kompakte Projekt überzeugt vor allem durch seine städtebauliche Setzung, welche grosszüge Freiräume schafft und die heute lockere Situation klärt" Jury

Aussenraum Bachwiesen

 

Das Gesundheitszentrum liegt am Landschaftskorridor Bachwiesen. Der Rückbau des Gebäudes A und eine verdichtete Bauweise ermöglicht eine grosszügige Erweiterung der bestehenden Parkanlage. Dies trägt zur qualitativen Aufwertung des Grünraumes bei und steigert die Lebensqualität. Neue Parkzugänge verbinden die Grünanlage mit dem umliegenden Quartier. Der Parkraum fügt sich fliessend in den Grünraum ein. Er teilt sich in differenzierte Räume von öffentlichen- zu weglaufgeschützten-öffentlichen Bereichen und abgetrennten Demenzgärten ein. So entsteht ein intensiv durchgrünter Raum mit unterschiedlichen Qualitäten. Es entstehen Rückzugsorte, Therapiemöglichkeiten und Rundwege. Kleine und grosse Räume wechseln sich ab, sie schaffen Nischen und ein Wechselspiel der Dimensionen. Dies schafft unterschiedlichen Blickachsen, nach dem Vorbild eines englischen Landschaftsparks. Grosse Solitärbäume, Gehölzgruppen und blühende Staudenpflanzungen ergänzen das Bestehende. Der Bachwiesengrünzug wird weiter aufgewertet und ein Teil davon ergänzend renaturiert. Die Gestaltung ist fußgängerfreundlich und ein einladend. Das öffentlich bespielte Sockelgeschoss mit dem Giardino Café ist ein belebter Ort. Der Freiraum bietet den Nutzern flexiblen Raum, er ist sowohl Therapieort, Begegnungsort, Aufenthaltsort und Treffpunkt.

 

Die Demenzgärten sind im Erdgeschoss und auf den Terrassen im 1., -2.- und 5.OG angeordnet, jeweils intensiv begrünt und mit unterschiedlichen therapeutischen Möglichkeiten ausgestattet.

Der Eingangsbereich erhält ein repräsentatives Entrée mit 3 grossen Solitärbäumen, die auf grünen Inseln angeordnet den Raum strukturieren und die Ankommenden willkommen heissen.

Zum Nachbar SA Freilager wird ein fliessender Übergang mit einer naturnah bepflanzten Böschung und Landschaftsfenstern geschaffen.

Die Grünmulde ist im rückwärtigen Parkbereich angeordnet und die Pressmulde seitlich der Zulieferungsachse. Die Parkierung ist locker angeordnet und wird durch eine Baumreihe mit schirmförmiger Bepflanzung schattiert. Die Veloparkplätze sind zentral beim Eingang platziert.

Material / Austattung / Beleuchtung

Die Weg- und Platzgestaltung steht im Kontext mit der Bebauung. Durch die Material- und Farbwahl entsteht ein eigenständiges Bild, intensiv genutzte Wegflächen sind mit einem hellen Naturstein ausgebildet, der die Albedo reduziert, weniger benutze Wege und Plätze werden im selben Farbton chaussiert.

Der Zaun für den Weglaufschutz besteht aus einzelnen Stelen. Dies ermöglicht eine geschwungene, skulpturale Anordnung, die transparent ist. So können die unterschiedlichen Bereiche ohne optische Trennung zoniert werden.


Das Angebot der Sitzmöglichkeiten ist vielfältig und für ältere Menschen in erhöhter Menge angeordnet, sodass ausreichend Sitzmöglichkeiten vorhanden sind. Es besteht aus einzelnen Sitzbänken, Baumbänken und frei angeordneten Einzelstühlen, die sich die Benutzer selber stellen. Hochbeete und therapeutische Geräte ergänzen das Angebot.

Beleuchtung
Ziel des Beleuchtungskonzeptes ist es, eine einladende atmosphärische und sichere Lichtstimmung im Park zu erzeugen. Die Inszenierung des Lichtes erfolgt über die vorhandenen Elemente wie Baumbestand und Bauwerke. Zentrale Orte werden heller und ruhige Bereiche gedämpfter ausgeleuchtet. Die Giardino Terasse bildet das Zentrum, gedämpfter ist die Lichtstimmung unter den dezent angeleuchteten Baumkronen. Der Promenadenweg wird durch eine kleinmasstäbliche Mastleuchte ausgeleuchtet, die nach unten abstrahlt und so eine sichere und angenehme Lichtstimmung schafft. Der Lichtsmog wird auf ein Minimum reduziert

 

Biodiversität / Pflanzung

Es werden vorwiegend einheimische, standortgerechte Pflanzen verwendet, die zusammen mit dem vorhandenen Bestand einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität beisteuern und in den heissen Monaten das Mikroklima positiv beeinflussen.

Die nicht nutzorientierten Flächen werden als extensive Pflanzung mit hoher Diversität angepflanzt. So entstehen reichhaltige Trittsteinbiotope, als wertvolle ökologische Habitate. Bei der Baumwahl legen wir grossen Wert auf trockenheitsresistente Bäume die dem Klimawandel standhalten und mit den Jahren ein voluminöses Schattendach generieren.

 

Versickerungskonzept

Das Meteorwasser auf den versiegelten Flächen wird gefasst und seitlich über die Schulter in Rabatten geleitet, oder versickert über leichte Mulden durch eine lebendige Grünschicht. Es ist ein Brauchwasserkreislauf mit unterirdischen Regenwassertanks für die WC-Anlagen und die Bewässerung der Grünanlage geplant.

Architektur   wulf architekten, Basel, Stuttgart
Landschaftsarchitektur   Jacob Planung, Basel 

 

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